STRATEGIE CULTURE-DESIGN

Kultur und Zukunftsfähigkeit – eine Abhängigkeit, die es in sich hat

ZUR ÜBERSICHT

Als Unternehmen und Unternehmer müssen wir uns neben dem operativen Tun immer Gedanken darüber machen, wie es um unsere Zukunft als Unternehmen bestellt ist. Wir müssen uns also die Frage stellen: »Was muss ich tun, um zukunftsfähig zu bleiben?« Diese Frage berührt viele Aspekte des Unternehmens, deren Basis wieder die Unternehmenskultur ist. Leider … oder Gott sei Dank!

Step 1: Die Strategie

Will ich ein Unternehmen zukunftsfähig machen und halten, gilt es in erster Linie, operativ agil zu werden und dies auch zu bleiben. Ich weiß, dass das zur Zeit ein sehr verhasstes Wort ist, aber das ist die Grundvoraussetzung für jeglichen Erfolg eines Unternehmens in der Zukunft. Wie gesagt, auf operativer Ebene. Eine Strategie mit einer klar definierten Vision und Mission und klar definierten Zielen, die ich erreichen möchte, stellt die Basis jeglichen Tuns in der Zukunft dar. Diese Strategie sollte jedem Mitarbeiter im Unternehmen bekannt sein und sie sollten nach den strategischen Werten leben und handeln. Das ist die erste Ebene, die ich als Unternehmer angehen sollte, bevor ich mir überhaupt Gedanken zur Zukunft mache. Das ist schon eine kulturelle Herausforderung für die meisten Unternehmen.

Step 2: Die Agilität

Habe ich diese Strategie definiert und implementiert, kommen wir zur nächsten kulturellen Herausforderung des Unternehmens – der operativen Agilität. Hier geht es vor allem um Geschwindigkeit. Und zwar an den für das Unternehmen benötigten Stellen. An welchen Stellen muss Ihr Unternehmen also schnell sein? Bei der Entwicklung und dem Ausrollen neuer Produkte und Leistungen? Bei der Findung, Einstellung und Integration neuer Mitarbeiter? Bei der Entwicklung und Implementierung neuer Technologien? Bei der Entwicklung und Umsetzung neuer Arbeitsmodelle und -weisen? Bei der Abwicklung der Projekte und Leistungen? Beim Controlling? Beim Service? … Idealerweise in allen Bereichen, wenn wir tatsächlich zukunftsfähig bleiben wollen. Das meinen wir mit der operativen Agilität, die in der Unternehmenskultur verankert werden muss.

Und eben hier entsteht das Problem. An der Basis.

Man weiß, dass man schnell sein muss, doch die seit Jahren geprägte Kultur bremst ungemein. Egal, ob es sich dabei um langwierige und komplizierte Entscheidungswege oder Strukturen handelt. Oder um strukturelle Hierarchien und Organigramme. Oder um den alteingesessenen Innovationsprozess im Unternehmen. Oder um die bestehenden oder den Mangel an neuen Mitarbeitern. Oder um die Bereitschaft, Neues auszuprobieren und umzusetzen. Veraltete Technologien, falsches Mindest, Unwissen – oder, oder, oder …
Gründe dafür, dass wir nicht schneller agieren können, gibt es viele. Und alle sind in der Unternehmenskultur verankert. Fragen Sie sich selbst – wie einfach ist es in Ihrem Unternehmen, schnell auf eine Herausforderung zu reagieren und diese erfolgreich zu meistern? Und woran liegt das?

Worum es wirklich geht:

Es geht darum, die Unternehmenskultur darauf auszurichten, Geschwindigkeit als Wettbewerbsvorteil auf allen Ebenen zu verankern. Ich muss fähig sein, auf dem Markt zu agieren und auch zu reagieren. Das heißt, dass ich die entsprechenden Mitarbeiter dazu brauche, die ich entweder intern entwickeln oder von außen neu dazu holen muss.
Das bedeutet aber auch, dass ich ihnen eine »Kultur« biete, bei der Fehler erlaubt sind, oder noch besser, bei der Lernen gewünscht ist. Bei der es Spaß macht, Sachen auszuprobieren und weiterzuentwickeln. Und es heißt auch, dass ich entsprechende Strukturen und Vorgehensweisen in der Kultur entwickeln und verankern muss. Dass ich die Mitarbeiter an diesem Prozess teilhaben lasse. Und dass ich als Manager die absolute Kontrolle verlieren werde und mich auf meine Mitarbeiter verlassen können muss. Das alles ist mit einer entsprechend bewusst entwickelten Unternehmenskultur machbar, wir als Manager müssen es »nur« proaktiv in die Hand nehmen und die Richtung vorweisen. Und es uns selbst erlauben, genau nach diesen Prinzipien zu handeln. Gemeinsam mit unseren Kolleginnen und Kollegen.

Das Spannende dabei ist, dass es kein Schema F für die Vorgehensweise gibt. Jedes Unternehmen ist individuell und somit gibt es für jedes Unternehmen eine eigene Lösung. Das Schöne aber dabei ist, dass wir als Manager alle Zügel in der Hand haben. Wir müssen uns nur trauen …

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